Queere Kunst im Montafon

Diese Ausstellung gibt einen Einblick in die Kunst jenseits der heteronormativen Grenzen. Queer ist eine provokative, antiassimilatorische Haltung gegenüber der Norm. „Ein wesentlicher Fokus queerer Arbeiten liegt darin, zu zeigen, dass die „Naturhaftigkeit“ von Geschlecht und Heterosexualität mit wechselseitigen Verweisen in einer komplexen Matrix sozial hergestellt wird.“ (Christine M. Klapeer: Queer Contexts. S.14)

Die Wahrnehmung von Körper und Identität sind stark geprägt von gesellschaftlichen Prozessen und Machtverhältnissen. Indem die Künstler_innen den Körper und seine Repräsentationsformen zum Thema machen, hinterfragen und kritisieren sie auch Zuschreibungen und tradierte Rollenmodelle. Sie wenden sich gegen eine Klassifizierung und gegen strikte Abgrenzungen von Geschlecht. Gender wird als etwas Performatives begriffen, als etwas das entsteht und nicht etwas mit dem man geboren wird.

Die Künstler_innen Florian Aschka / Larissa Kopp, Julia Fuchs, Moritz Gottschalk, Martina Mina / Sabine Schwaighofer, Michal Rutz, Francis Ruyter und Julischka Stengele verwenden unterschiedlichste Medien wie Malerei, Fotografie, Performance, Video und Installationen um sich mit diesen Fragestellungen auseinanderzusetzen.

Kunstforum Montafon, vom 15. Juni bis 3. August.